FVZL Newsletter Nr. 9

FVZL Newsletter - Freier Verband Zahntechnischer Laboratorien

Nr. 9 / 18.04.2018

Sehr verehrte Damen und Herren,
liebe Kollegen, Förderer und Sympathisanten!

Als Folge einer staatlich verordneten Zwangseinbindung in die RVO (heute SGB V), hat das deutsche Zahntechnikerhandwerk seine Freiheit, Gerechtigkeit und Eigenverantwortung verloren.

Über die Aus- und Nebenwirkungen dieser perversen Reglementierung haben auch wir vom FVZL ausführlich berichtet: Lohndumping, unlauterer Wettbewerb, Steuerhinterziehung, Korruption, Abrechnungsbetrug, Schwarzarbeit und die Verbreitung von Fake-News zwecks Diskriminierung aller Kollegen, die sich gegen diese verhängnisvolle Fehlentwicklung zur Wehr setzten, prägten und prägen u. a. das Umfeld eines ehemals weltweit geachteten und bewunderten deutschen Handwerksberufes. Die Anzahl der Auszubildenden hat sich mehr als halbiert, weil kaum ein Schulabgänger so blöd ist, in einen Beruf ohne Zukunft zu investieren.

Naiv, beinahe rührend sind die Versuche mancher Kollegen zu nennen, sich durch die Etablierung sogenannter Selbsthilfegruppen ein paar Vorteile innerhalb des Unrechtsystems zu verschaffen. Sie erstreiten sich innerhalb der Gefängnisordnung ein paar Minuten länger Hofgang, ein Stück Fleisch in der Suppe oder die Genehmigung, einen der Zensur unterworfenen Artikel für die Hauszeitung schreiben zu dürfen. Sie sind vergleichbar mit einem Reiseveranstalter, der in einer Haftanstalt für Lebenslängliche Werbeprospekte für „Last-Minute-Reisen“ verteilt. (siehe nachfolgende Karikatur)

Kommen wir zurück zu der rauen Wirklichkeit. Die Gewerkschaften u. a. die IG-Metall, Verdi oder die der Eisenbahner, vertreten Millionen ihrer Mitglieder, die doppelt so viel verdienen wie die Mehrheit deutscher Zahntechniker/Innen. Unter Hinweis auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten fordern sie Lohnerhöhungen in Höhe von 6 Prozent. Sie haben nicht nur das Recht, sie haben auch die Macht zur Durchsetzung; es sei ihnen von Herzen gegönnt!

Im Vergleich dazu sind die Löhne deutscher Zahntechniker/Innen im Laufe der Jahre um bis zu 40 Prozent eingeschmolzen worden. Unsere Branche dämmert der Altersarmut entgegen, während Lieferanten und Krisengewinner aus Nah- und Fernost ihre windigen Geschäfte machen und immer mehr Arbeitsplätze für Lohnsklaven zum Beispiel in der Türkei und in China schaffen.

Die Lösung des Problems ist bekannt. Unser von kompetenten Beratern und Wissenschaftlern ausgearbeiteter Gesetzesvorschlag ist den zuständigen Politikern bereits vor einem Jahr zugestellt worden. In beeindruckender Übereinstimmung mit den aktuellen Grundsatzaussagen der meisten in Deutschland etablierten Parteien, fordert unser Handwerksberuf seine ihm entzogene Freiheit, Gerechtigkeit und Eigenverantwortung zurück. Ein „Weiter so“ darf es nicht geben!

Das für heute letzte Wort erteilen wir gerne dem Nobelpreisträger Friedrich A. von Hayek: „Die wirksame Beschränkung von Macht ist das wichtigste Problem sozialer Ordnung. Der Staat ist für die Bildung einer solchen Ordnung nur insoweit unerlässlich, als er jeden vor Zwang und Gewalt aller anderen schützt. Aber sobald der Staat zu diesem Zweck mit Erfolg das Monopol auf Zwang und Gewalt selber beansprucht, wird er zugleich zur Hauptbedrohung individueller Freiheit.“

Mit den besten Grüßen von der schönen Nordseeküste bleibe ich

Ihr-Herbert-Stolle
Herbert Stolle
Bundesvorsitzender

Gefängnis SGB-V

Auf der Titelseite unserer Verbandszeitschrift „Der Sturmvogel“ Nr. 15 hat sich der FVZL mit aktiver Unterstützung des Karikaturisten Jimmy Albrand über die oftmals hilflosen Versuche amüsiert, mit denen sich ihre Kollegen durch die Gründung von Selbsthilfegruppen gegen die Folgen staatlicher Reglementierung über Wasser halten wollen.

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