FVZL Newsletter Nr. 4

FVZL Newsletter - Freier Verband Zahntechnischer Laboratorien

Nr. 4 / 14.03.2018

Sehr verehrte Damen und Herren,
liebe Kollegen, Förderer und Sympathisanten!

Freiheit oder Sozialismus? Diese mehr rhetorische Frage legte sich wie eine Wolke aus Blei über das bislang freie Zahntechnikerhandwerk. Im Vergleich zu anderen, freien Handwerksberufen wurden bei uns zunächst die Preise und in deren Folge die Löhne um 30 bis 40 Prozent geschmälert.

Die Auszubildenden erhielten bei uns weniger als die Hälfte anderer Berufe und wurden schon während ihrer Lehrzeit als Hilfskräfte missbraucht. Im Vergleich zu der Zeit vor der Zwangseinbindung sank die Zahl der Ausbildungsverträge auf unter 50 Prozent.

Besonders dramatisch wirkte sich die sozialistische Planwirtschaft auf die Lebensplanung des mittelständischen Laborinhabers aus. Während er bisher sein Lebenswerk nach Erreichung seines Rentenalters entweder durch Verkauf, Verpachtung oder durch Weitergabe an seine Kinder zu einem Teil seiner Alterssicherung machen konnte, hatte sich diese Form der Lebensplanung in Luft aufgelöst. Immer seltener fanden diese Kollegen einen Nachfolger. Ihre eigenen Nachkommen hatten sich angesichts des selber beobachteten Elends einen anderen Beruf gesucht, sodass unsere selbständigen Kollegen noch über ihren 65. Geburtstag hinaus weiter arbeiten mussten, um schließlich ihr Lebenswerk auf dem Schrottplatz der Geschichte zu entsorgen.

Der wirtschaftliche Zerfall des deutschen Zahntechnikerhandwerks wurde begleitet von einer systematischen Entwertung der Bereiche Ethik, Moral und der Kollegialität. Darüber werden wir Ihnen ausführlich berichten in unserer E-Mail Nr. 5.

Mit den besten Grüßen von der schönen Nordseeküste bleibe ich

Ihr-Herbert-Stolle
Herbert Stolle
Bundesvorsitzender

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