Deutsche Zahntechniker machen Wahlkampf

Herbert Stolle aus Cuxhaven wurde einstimmig zum Bundesvorsitzenden der „Freien Zahntechniker“ wiedergewählt

Die Sitzung des erweiterten Bundesvorstandes sowie die am nächsten Tag veranstaltete Jahreshauptversammlung des „Freien Verbandes Zahntechnischer Laboratorien e.V.“ (FVZL) fand traditionell in Hannover, in dem Kastens Hotel Luisenhof statt.

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Herbert Stolle
FVZL-Bundesvorsitzender

In seiner Grundsatzrede des Bundesvorsitzenden konnte Zahntechnikermeister Herbert Stolle, Cuxhaven, mit sichtlicher Genugtuung feststellen, dass der FVZL die politische Führung des deutschen Zahntechnikerhandwerks übernommen hat. Mit seiner Forderung nach Freiheit, Gerechtigkeit und Eigenverantwortung demonstrierte der FVZL eindrucksvoll, wie effektiv und erfolgreich auch eine kleinere Gruppe agieren kann, sofern sie professionell und intelligent geführt wird, über einen hohen Grad an Loyalität und Einsatzbereitschaft ihrer Mitglieder verfügt und deshalb zunehmend mehr Sympathisanten um sich versammelt. Allein während der letzten Monate konnte der FVZL einen Mitgliederzuwachs von über 30 Prozent verzeichnen.

Während seiner einstündigen, rhetorisch sehr unverblümten Rede, fasste Herbert Stolle das Ergebnis aller Rückmeldungen, die ihn aus dem gesamten Bundesgebiet erreichten, zusammen. Dabei ging es um die Zerstörung der zahntechnischen Infrastruktur, um machtgeile Krankenkassen, inkompetente Innungsfunktionäre, korrupte Zahnärzte, betrügerische Billiganbieter aus Nah- und Fernost, verlogene Politiker, unsoziale Gewerkschaften, Ausbilder, die ausbeuten und letztlich um jene Konkurrenten im eigenen Lager, die nach dem Motto: „Rette sich, wer kann!“ jegliche handwerksmeisterliche Moral und Ethik über Bord geworfen haben. Somit lautete auch die Parole der kämpferisch aufgestellten Verbandsmitglieder: Sollte uns die Politik nicht aus diesem Gefängnis staatlicher Bevormundung befreien, werden vor der nächsten Bundestagswahl bundesweit die Scheiterhaufen lodern, auf denen die Grundsatzprogramme jener Parteien verbrannt werden, in denen von der Freiheit und der Selbstverantwortung des freien Bürgers schwadroniert wird.

Diese Stichworte wurden auch zum Inhalt der Diskussionen der Hauptversammlung gemacht. Dabei konnte fast jeder der teilnehmenden Unternehmer seine aktuellen, persönlichen Erfahrungen beisteuern. Das gemeinsame Fazit lautete: In dem Haifischbecken Gesundheitswesen zeigt sich das Ergebnis jahrelanger staatlicher Reglementierung oder – wie es die heutige Regierungskoalition vor der letzten Bundestagswahl brandmarkte: eine sozialistische Fehlentwicklung.

Erfreulich hingegen waren die Signale, die inzwischen von maßgeblichen Politikern zu der Forderung des FVZL nach Freiheit, Gerechtigkeit und Eigenverantwortung für das deutsche Zahntechnikerhandwerk ausgingen. So hatten u.a. der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sowie der amtierende Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr dem FVZL-Bundesvorsitzenden persönlich ihre Unterstützung zugesagt.

Bei der satzungsgemäß vorgeschriebenen Wahl bzw. Neuwahl wählten die Mitglieder der Hauptversammlung einstimmig Herbert Stolle für die nächsten drei Jahre zum Bundesvorsitzenden wieder.

Dieser beendete die kämpferisch verlaufende Hauptversammlung mit einem Versprechen.
„Ich werde meine ganze Kraft all jenen widmen, die ehrlichen Herzens für die Freiheit, Gerechtigkeit und Eigenverantwortung eines freien Bürgers eintreten. Ich werde sie gegen jeden verteidigen, der ihre im Grundgesetz verankerten Rechte missachtet und ihnen aus Eitelkeit oder Machtgier Schaden zufügt. Ich werde versuchen zu verhindern, dass wir bei der nächsten Wahl wieder belogen und betrogen werden und werde dafür sorgen, dass für jeden, der das versucht, bereits drei Prozent zuviel sein werden.“