Antwort aus dem Gesundheitsministerium

Bundesministerium für Gesundheit

Dr. Klaus Theo Schröder
Staatssekretär
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Freier Verband Zahntechnischer Laboratorien e. V.
Gorch-Fock-Str. 27

27472 Cuxhaven

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Bonn, 11.Juli 2007

Sehr geehrter Herr Stolle,

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vielen Dank für Ihr Schreiben vom 8. Juni 2007 an Frau Bundesministerin Ulla Schmidt, zur vertragszahnärztlichen Versorgung. Frau Ministerin Schmidt hat mich gebeten Ihnen zu antworten.

Ihre Argumente für einen „Ausstieg des Zahntechnikerhandwerks“ aus der gesetzlichen Krankenversicherung kann ich angesichts der tatsächlichen Situation des Zahntechniker­handwerks in Deutschland nicht nachvollziehen.

Seit dem 1. Januar 2005 haben gesetzlich Versicherte im Rahmen der vertragszahnärztli­chen Versorgung mit Zahnersatz Anspruch auf befundbezogene Festzuschüsse. Die Festzuschusskonzeption bei Zahnersatz hat sich grundsätzlich bewährt. Die Festzu­schüsse ermöglichen größere Wahlfreiheiten für die Versicherten und erhöhen für alle Be­teiligten die Transparenz sowohl bei der Inanspruchnahme als auch bei der Abrechnung von zahnärztlichen und zahntechnischen Leistungen.

Die geltenden Rahmenbedingungen bei der Versorgung mit Zahnersatz fördern den Wettbewerb und sorgen für mehr Wirtschaftlichkeit und Qualität.

Dabei ist es eine Tatsache, dass sich der Wettbewerbsgedanke auf dem Markt zahntech­nischer Leistungen nicht allein auf die freie Preisgestaltung reduzieren lässt. Ich bin davon überzeugt, dass der Wettbewerb der Zahntechniker um das Vertrauen der gesetzlich Ver­sicherten nur unter Beachtung der im Fünften Buch Sozialgesetzbuch verankerten quali-tätssichernden Strukturen auf Dauer erfolgreich sein kann. Dazu gehört insbesondere auch die Wahrnehmung von Beteiligungsrechten durch das Zahntechnikerhandwerk im Gemeinsamen Bundesausschuss.

Eine Änderung der Festzuschusskonzeption ist auf der Grundlage bisheriger Erfahrungen nicht beabsichtigt.

Zu der Frage der wirtschaftlichen Eckdaten für das Zahntechnikerhandwerk liegt eine Stellungnahme der Fachabteilung „Krankenversicherung“ meines Hauses bei.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Klaus Theo Schröder
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Unsere Forderung nach Streichung des Wortes „Zahntechnik“ aus dem SGB V haben wir nach der Einführung der Zahnersatz- Festzuschüsse in bisher fünf Stufen vorgetragen. Zuerst sachlich, dann begründend, später politisch-diplomatisch und schließlich aggressiv.

Zu der fünf Stufen Strategie sind folgene politischen Informationen erschienen, die Sie sich im Pdf-Format herunterladen können.

Politische Information zur Funf Stufen Strategie Nr. 1
Politische Information zur Funf Stufen Strategie Nr. 2
Politische Information zur Funf Stufen Strategie Nr. 3
Politische Information zur Funf Stufen Strategie Nr. 4
Politische Information zur Funf Stufen Strategie Nr. 5