Antwort auf den Brief aus dem Gesundheitsministerium

Herrn
Dr. Klaus Theo Schröder
Staatssekretär im BMG
Am Propsthof 78 a
53121 Bonn
.
.
Cuxhaven, den 27. Juli 2007
.
Sehr geehrter Herr Staatssekretär Schröder,
.
Sie hatten Ihre Chance. Sie haben sie nicht genutzt. Statt über unsere politisch harmlose – für unseren Berufsstand jedoch existenzerhaltende Forderung nach Streichung des Wortes „Zahntechnik“ aus dem SGB V nachzudenken, greifen Sie in die Mottenkiste der politischen Agitation. Schade, ich habe Sie für klüger gehalten.

–    Sie bemühen sich sehr, uns misszuverstehen
–    Sie antworten auf Fragen, die wir gar nicht gestellt haben,
–    Sie ignorieren unsere Kernforderung.

Wen wollen Sie mit dieser albernen Demonstration arroganter Macht überzeugen ? Ihre im Anhang beigefügte Expertise zu den wirtschaftlichen Eckdaten des Zahntechnikerhandwerks können Sie in der Pfeife rauchen. Sie hat mit der tatsächlichen Situation der Zahntechniker und insbesondere mit unserer Forderung nicht das geringste zu tun.

Allein Ihre Behauptung, dass der Billigimport von Zahnersatz nur zwischen 1 bis 2 Prozent liegt, entlarvt die Inkompetenz Ihres Hauses. Geradezu peinlich wird es, wenn Sie sich mit dem Hinweis auf die Zuständigkeit der Selbstverwaltung aus der Verantwortung stehlen wollen.
Im Kielwasser idiotisch formulierter Gesundheitsgesetze kann ein bislang subalterner Sesselpupser im Dienste seiner Krankenkasse zum Terminator werden und Monopoly spielen mit dem Schicksal von Patienten und ihrer Ärzte.

Mit dieser Politik haben Sie selbst unsere sogenannte Selbstverwaltung, die aus sehr durchsichtigen Gründen immer noch SPD-freundlich war, an den Rand des Ruins getrieben – ein Vorgang, den ich Ihnen im beigefügten Artikel „Stunde der Wahrheit“ genussvoll zur Kenntnis gebe.

Mit unserer Feststellung, dass sich zwischen dem SPD-Grundsatzprogramm und der von dem Bundesministerium für Gesundheit favorisierten Planwirtschaft ein eklatanter Widerspruch abzeichnet, haben wir aus unserem Ruf nach Freiheit und Gerechtigkeit ein parteipolitisches Problem der SPD erkannt.
Sollte Ministerin Ulla Schmidt (SPD) weiterhin an ihrer Vernichtungsstrategie eines ganzen Handwerksberufes festhalten, erweist sich das Grundsatzprogramm ihrer Partei als ein Dokument der Heuchelei und Verlogenheit. Und das werden nicht nur wir, sondern vor allem ihre enttäuschten Wähler Ihnen um die Ohren hauen, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und wenn es sein muss, bis zur nächsten Bundestagswahl.
.
.
Herbert Stolle
Bundesvorsitzender
.

Unsere Forderung nach Streichung des Wortes „Zahntechnik“ aus dem SGB V haben wir nach der Einführung der Zahnersatz- Festzuschüsse in bisher fünf Stufen vorgetragen. Zuerst sachlich, dann begründend, später politisch-diplomatisch und schließlich aggressiv.

Zu der fünf Stufen Strategie sind folgene politischen Informationen erschienen, die Sie sich im Pdf-Format herunterladen können.

Politische Information zur Funf Stufen Strategie Nr. 1
Politische Information zur Funf Stufen Strategie Nr. 2
Politische Information zur Funf Stufen Strategie Nr. 3
Politische Information zur Funf Stufen Strategie Nr. 4
Politische Information zur Funf Stufen Strategie Nr. 5